• David Werner

Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt | Zusammenfassung

Aktualisiert: 22. Juni

Wie kann man beliebt und einflussreich werden und generell den Umgang mit seinen Mitmenschen verbessern? Um diese Frage kĂŒmmert sich Dale Carnegie in seinem Buch „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden“. Obwohl das Buch vor mittlerweile fast 80 Jahren geschrieben wurde, ist es immer noch ein Standardwerk fĂŒr den Umgang mit Menschen. Ein paar Ideen daraus möchte ich euch jetzt vorstellen. Am Anfang gibt es immer eine Zusammenfassung der Tipps, danach folgt die ErklĂ€rung.

 

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Grundregeln fĂŒr den Umgang mit Menschen

1. Kritisieren, verurteilen und klagen Sie nicht.    
2. Geben Sie ehrliche und aufrichtige Anerkennung. 
3. Wecken Sie bei anderen lebhafte WĂŒnsche. 

Quelle: vgl. Dale Carnegie | Wie man Freunde gewinnt | S.79


Laut Dale Carnegie ist der stĂ€rkste Trieb des Menschen der Wunsch bedeutend zu sein. Deshalb kann man durch Anerkennung und Aufmunterung die besten KrĂ€fte des Menschen mobilisieren. Allerdings sind damit keine Schmeicheleien gemeint, denn diese sind im Gegensatz zu Anerkennung unecht und selbstsĂŒchtig und erzeugen eher mehr Schaden als Nutzen.


Im Endeffekt denken wir immer nur daran, was wir möchten. Allerdings interessiert das außer uns eigentlich keinen. Wenn wir von anderen Menschen etwas möchten, dann sollten wir bei dieser Person zuerst das BedĂŒrfnis wecken, das zu tun, was wir wĂŒnschen.


Kritik ist ĂŒbrigens im Normalfall nutzlos. Sie erzeugt meistens nur Unmut und tötet oft den Ehrgeiz. Denn die meisten Menschen beschuldigen sich nicht selbst, auch wenn sie im Unrecht sind, sondern suchen die Schuld bei anderen. Deshalb ist es am besten, andere Menschen nicht direkt zu verurteilen, sondern zu versuchen, die Dinge aus ihrer Perspektive zu sehen, um ihr Handeln zu verstehen.


Sich beliebt machen

1. Interessieren Sie sich aufrichtig fĂŒr die anderen.
2. LĂ€cheln Sie!
3. Vergessen Sie nie, dass fĂŒr jeden Menschen sein Name das schönste und wichtigste Wort ist. 
4. Seien Sie ein guter Zuhörer. Ermuntern Sie andere, von sich selbst zu sprechen. 
5. Sprechen Sie von Dingen, die den andern interessieren. 
6. BestÀrken Sie den anderen in aufrichtiger Weise in seinem Selbstbewusstsein. 

Quelle: vgl. Dale Carnegie | Wie man Freunde gewinnt | S.147


Sich bei anderen Menschen beliebt zu machen, ist laut Carnegie eigentlich gar nicht so schwierig. Wichtig ist es zuerst, freundlich zu sein und zu lĂ€cheln. Außerdem sollte man sich immer den Namen des GegenĂŒbers merken. Denn der Name ist fĂŒr die meisten Menschen das wichtigste und schönste Wort. Im GesprĂ€ch ist es wichtig, aufrichtiges Interesse zu zeigen und gut zuzuhören. Ein weiterer Trick ist, den anderen zu ermuntern ĂŒber sich selbst und die Dinge, die ihn interessieren, zu sprechen.


Menschen ĂŒberzeugen

1. Die einzige Möglichkeit, einen Streit zu gewinnen, ist ihn zu vermeiden. 
2. Achten Sie des andern Meinung und sagen Sie ihm nie: „Das ist falsch“. 
3. Wenn Sie unrecht haben, geben Sie es ohne zu Zögern offen zu. 
4. Versuchen Sie es stets mit Freundlichkeit. 
5. Geben Sie dem andern die Gelegenheit, „ja“ zu sagen. 
6. Lassen Sie hautsÀchlich den andern sprechen. 
7. Lassen Sie den andern glauben, die Idee stamme von ihm. 
8. Versuchen Sie ehrlich, die Dinge vom Standpunkt des andern aus zu sehen. 
9. Bringen Sie den VorschlĂ€gen und WĂŒnschen anderer Ihr Wohlwollen entgegen. 
10. Appellieren Sie an die edle Gesinnung des andern. 
11. Gestalten Sie Ihre Ideen lebendig. 
12. Fordern Sie die andern zum Wettbewerb heraus. 

Quelle: vgl. Dale Carnegie | Wie man Freunde gewinnt | S.242


Wie kann man einen Streit gewinnen? Richtig: Indem man in gar nicht erst beginnt. Das ist laut Carnegie die einzige Möglichkeit, ansonsten kann man bei einem Streit nur verlieren.


Damit ein Streit erst gar nicht entsteht, ist es wichtig, auf die Meinung des anderen zu achten und nicht direkt zu sagen, dass etwas falsch ist. Denn es kommt auch oft vor, dass man danach feststellt, dass man selbst falsch lag. Deshalb sollte man versuchen, den Standpunkt des anderen nachzuvollziehen.


Wenn wir selbst im Unrecht sind oder einen Fehler gemacht haben, ist es laut Carnegie am besten, das direkt offen zuzugeben. Denn dadurch verringert man sehr schnell die AngriffsflÀche.


Um andere Menschen zu ĂŒberzeugen, ist Freundlichkeit immer der beste Weg. Ein Trick ist auch, das GesprĂ€ch so zu lenken, dass die andere Person immer nur mit „ja“ antworten kann. So kann man die Gedanken der Menschen in eine andere Richtung lenken und sorgt fĂŒr eine positive Grundstimmung. Beispielweise wĂŒrde wahrscheinlich keiner die Frage „Möchten Sie nicht auch ein glĂŒckliches und erfĂŒlltes Leben?“ verneinen.


Die meisten Menschen erzĂ€hlen lieber ĂŒber ihre eigenen Leistungen, anstatt zuzuhören, wie wir mit unseren Taten prahlen. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, hauptsĂ€chlich den anderen sprechen zu lassen.


Außerdem ist es hilfreich, nur VorschlĂ€ge zu machen, damit die andere Person von selbst auf die Idee kommt, die man selbst bereits im Kopf hat. Denn wir möchten viel lieber etwas tun, was wir uns selbst ausgedacht haben. Und deshalb ist dann die Motivation viel höher, als wenn man jemanden befiehlt etwas zu tun.


Wenn nichts mehr hilft, dann kann man auf das menschliche Verlangen nach Bedeutung zurĂŒckgreifen, indem man die anderen zum Wettbewerb herausfordert. Damit ist der Wunsch gemeint, andere zu ĂŒbertreffen und durch die Herausforderung kann man eben den Ehrgeiz der Menschen wecken. Denn jeder Mensch liebt das GefĂŒhl, sich selbst zu bestĂ€tigen, seinen Wert zu beweisen, sich auszuzeichnen und zu gewinnen.



Menschen Àndern, ohne sie zu beleidigen oder zu verstimmen

1. Beginnen Sie mit Lob und aufrichtiger Anerkennung. 
2. Machen Sie den andern nur indirekt auf seine Fehler aufmerksam. 
3. Sprechen Sie zuerst von Ihren eigenen Fehlern, ehe Sie den andern kritisieren. 
4. Machen Sie VorschlÀge, anstatt Befehle zu erteilen. 
5. Geben Sie dem andern die Möglichkeit, das Gesicht zu wahren. 
6. Loben Sie jeden Erfolg, auch den geringsten. Seien Sie herzlich in Ihrer Anerkennung und großzĂŒgig mit Lob. 
7. Zeigen Sie dem andern, dass Sie eine gute Meinung von ihm haben, und er wird sich entsprechend benehmen. 
8. Ermutigen Sie den andern! Geben Sie ihm das GefĂŒhl, dass er seine Fehler spielend leicht verbessern kann. 
9. Es muss dem andern ein VergnĂŒgen sein, Ihre WĂŒnsche zu erfĂŒllen. 

Quelle: vgl. Dale Carnegie | Wie man Freunde gewinnt | S.289


Im letzten Kapitel geht Dale Carnegie noch darauf ein, wie man Menschen verÀndern kann, ohne sie zu beleidigen.


Weil es leichter ist, sich Unerfreuliches anzuhören, wenn man vorher fĂŒr seine guten Eigenschaften gelobt wurde, sollte man Kritik mit Lob und aufrichtiger Anerkennung beginnen.


Außerdem ist es sinnvoll, Kritik nur indirekt zu Ă€ußern. Hier zwei unterschiedliche Beispiele:

1. „Ich sind stolz darauf, dass deine Noten besser geworden sind, aber wenn du dich in Mathe mehr angestrengt hĂ€ttest, dann wĂ€re das Ergebnis noch besser.“

2. „Ich sind stolz darauf, dass deine Noten besser geworden sind und wenn du dich im nĂ€chsten Jahr weiter so anstrengst, wirst du auch in Mathe eine solche Note heimbringen.“

Durch das Wort „aber“ kann es schnell passieren, dass an dem Anfangsteil gezweifelt wird und man die Aufrichtigkeit des Lobes infrage stellt. Deshalb ist es eben sinnvoller „aber“ durch „und“ zu ersetzen und die Kritik nur indirekt zu Ă€ußern.


Bevor man anfĂ€ngt zu kritisieren, kann es auch hilfreich sein, zuerst ĂŒber seine eigenen Fehler zu sprechen. Dadurch zeigt man, dass man auch nicht unfehlbar ist und die Kritik kommt nicht mehr ganz so schlimm rĂŒber.


Man sollte auch darauf achten, dass der andere die Möglichkeit hat, das Gesicht zu wahren. Beispielsweise ist es nicht wirklich hilfreich, jemanden vor versammelter Mannschaft runter zu machen. Denn dadurch verletzt man den Stolz und die WĂŒrde des Menschen und sorgt fĂŒr Unmut. Wenn jemand einen Fehler gemacht hat, wĂ€re es beispielsweise besser der Person erst fĂŒr die geleistete Arbeit zu danken. Außerdem könnte man sagen, dass man weiß, dass die Person das möglichste getan hat und der Fehler nicht auf die mangelnden FĂ€higkeiten zurĂŒckzufĂŒhren sind.


Fazit

Das waren jetzt einige Ideen aus dem Buch. Kommen wir jetzt noch zu meinem persönlichen Fazit. Wie ihr seht, liefert Dale Carnegie einfache Tipps, die man auch direkt umsetzen kann.


Wenn ihr mehr zum Umgang mit euren Mitmenschen lernen wollt, wĂŒrde ich euch das Buch auf jeden Fall empfehlen.

 

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