• David Werner

Investieren wie die 0,001% | Strategien der Multimilliardäre | Anthony Robbins: „MONEY“ | Teil 3

Aktualisiert: 13. Sept. 2021

Herzlich willkommen zum dritten Teil der Reihe zu Anthony Robbins Buch „MONEY“. In den letzten Wochen haben wir uns ja bereits die 7 Schritte zur finanziellen Freiheit und das Allwetter-Portfolio von Ray Dalio angeschaut. Heute möchten wir uns ein paar Strategien der besten Investoren wie Carl Icahn oder Warren Buffett anschauen. Bevor wir zu den unterschiedlichen Ansätzen kommen, geht’s erst einmal um die Grundregeln, die fast alle erfolgreichen Investoren befolgen.

 

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1. Verluste vermeiden

Wahrscheinlich kennt ihr schon Warren Buffetts goldene Regeln:

„Nummer 1: Verliere kein Geld. Nummer 2: Vergiss niemals Regel eins“.

Aber das Ganze ist gar nicht so trivial wie es anfangs vielleicht scheint. Denn um 25% Verlust auszugleichen, muss man erst einmal wieder 33% Gewinn einstreichen. Bei 50% Verlust werden bereits 100% Gewinn benötigt (also eine Verdoppelung). 90% Verlust wird dann schon sehr schwer wieder aufzuholen, denn dazu bräuchte man einen sagenhaften Gewinn in Höhe von 900%. Ihr seht also schon: In diesem Fall ist Verteidigung tatsächlich wichtiger als Angriff, denn ansonsten muss man im Zweifelsfall sehr viel Zeit mitbringen, wenn man darauf hoffen möchte, dass der ursprüngliche Wert wieder erreicht wird. Hier eine genaue Gewinn- und Verlustrechnung:

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2. Hohe Renditen bei möglichst niedrigen Risiken

Viele Anleger meinen immer, sie müssten hohe Risiken eingehen, um hohe Renditen einzustreichen. Die meisten erfolgreiche Investoren gehen da aber einen anderen Weg: Sie wollen hohe Renditen bei möglichst niedrigen Risiken. Sie verfolgen also ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Verhältnis, bei dem ein möglicher Gewinn höher ist als der mögliche Verlust. Sie stürzen sich also nicht einfach wild in den Markt, sondern warten zum Beispiel auf Panikverkäufe, um dann zu Schnäppchenpreisen einzukaufen.


3. Antizipieren und diversifizieren

Der dritte Punkt lautet: „Antizipieren und diversifizieren“. Das Problem beim Investieren ist natürlich immer, dass man mit begrenzten Informationen Entscheidungen treffen muss. Deshalb kann es natürlich auch mal vorkommen, dass man trotz asymmetrischem Chancen-Risiko-Profil falsch liegt. Deshalb lautet die Devise: Diversifizieren. Diversifizieren kann man nicht nur, indem man sich verschiedene Assets in unterschiedlichen Branchen und Ländern sucht, sondern Diversifizieren kann man auch durch die Zeit. Also indem man beispielsweise nicht alles gleichzeitig in den Markt pumpt, sondern in Tranchen aufgeteilt.


Außerdem versuchen erfolgreiche Investoren zukünftige Entwicklungen zu antizipieren. So kann man sich zum Beispiel fragen, welche Auswirkungen der demografische Wandel wohl auf die Immobilienwelt haben könnte und ob damit vielleicht betreutes Wohnen ein gutes Investment sein könnte.


4. Sich nie zurücklehnen

Obwohl die erfolgreichsten Finanzgenies im Normalfall bereits ein Milliardenvermögen haben, lehnen sie sich nie zurück. Denn ihre Arbeit ist ihre Leidenschaft und egal wie gut ihre Leistungen bereits in der Vergangenheit waren: Sie bleiben immer hungrig. Deshalb bilden sie sich auch konstant weiter.

 

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Konkrete Strategien

Das waren jetzt erst einmal ein paar Grundregeln, die die meisten der erfolgreichsten Investoren befolgen. Kommen wir jetzt noch zu ein paar konkreteren Strategien.


Warren Buffett

Fangen wir mal mit dem Orakel von Omaha Warren Buffett an. Und sein Tipp lässt sich eigentlich relativ schnell zusammenfassen: Er rät jedem Privatanleger 90% in den S&P 500 zu investieren und 10% in kurzfristige US-Staatsanleihen.


Carl Icahn

Carl Icahn wird von der Time als „Master of the Universe“ und als „Amerikas wichtigster Investor“ bezeichnet. Denn obwohl er vielleicht nicht so bekannt ist wie Warren Buffett, hat er trotzdem in den letzten vier Jahrzehnten höhere Gewinne einstreichen können als Buffett.


Sein Erfolgsgeheimnis: Er sucht nicht nur nach Gewinnchancen, sondern erzeugt sie selbst. Seiner eigenen Aussage zufolge möchte er dem „Betrug an den Aktionären ein Ende setzen“, denn seiner Meinung nach werden viele Aktiengesellschaften vom Vorstand nicht so geführt wie das Unternehmen es eigentlich verdient hätte.

Deshalb kauft er Aktien kopflastiger oder unterbewerteter Unternehmen und setzt die Führungsriege unter Druck, den Unternehmenswert zu steigern. Er ist also ein aktivistischer Investor.

Zugegeben: Diese Strategie ist als Privatanleger relativ schwierig umzusetzen, allerdings besteht laut Icahn genau darin das Problem. Also dass die meisten Aktionäre glauben, sie hätten gar nicht die Macht, Dinge zu ändern. Und das liegt laut Icahn wiederum daran, dass viele nicht wie Eigentümer denken.


David Swensen

David Swensen ist Finanzvorstand der Universitätsstiftung von Yale und wir auch als Warren Buffett des institutionellen Investments bezeichnet. Er hat es geschafft, aus 1 Milliarde Dollar Stiftungsvermögen 23,9 Milliarden Dollar zu machen – also eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,9%.


Er setzt auch auf eine breite Diversifikation, allerdings mit einer starken Betonung auf Aktien (70%). Anleihen sind mit 30% eher weniger vertreten.

Laut Swensen ist die Vermögenausaufteilung der wichtigste Part. Außerdem bekommt man Diversifikation natürlich kostenlos.


Sein Portfolio sieht folgendermaßen aus:

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David Swensens Portfolio

Da sich eine zu hohe Liquidität nachteilig auf die Rendite auswirken könnte, versucht Swensen sie zu vermeiden.


Außerdem ist sein Rat: Sich selbst Finanzwissen aneignen.


John C. Bogle

Schauen wir uns zum Schluss noch die Strategie von John C. Bogle an. Er gilt als der Erfinder des Indexfonds und war Gründer der Vanguard Group, die mittlerweile eine der größten Investmentfondgesellschaften der Welt ist.


Laut ihm hängt im Investmentgeschäft 95% von Glück und nur 5% von Fähigkeiten ab. Und das begründet er folgendermaßen:

Wenn man 1.024 Leute in einen Raum steckt und alle eine Münze werfen lässt, dann wird einer dabei sein, der zehnmal hintereinander Kopf hat. Im normalen Leben würden wir das als Glück abstempeln, laut Bogle würde diese Person im Investmentgeschäft als Genie bezeichnet werden. Würde man dieses Experiment mit Affen wiederholen, dann wäre das Ergebnis natürlich das gleiche.


Deshalb lauten seine Kernprinzipien:

- eine Vermögensaufteilung, die zu den persönlichen Zielen und der Risikotoleranz passt

- Diversifikation über mehrere günstige Indexfonds (also passives Investieren)

- Lebensalter in Prozent in Anleihen investieren


An den letzten Punkt hat sich Bogle allerdings selbst nicht gehalten: In seinen Achtzigern waren bei ihm 40% in Anleihen investiert. Er sagt auch selbst, dass das ein sehr „grober Richtwert“ ist und dass gerade junge Menschen alles in Aktien investieren könnten.


Das waren jetzt nur ein paar Ausschnitte aus den Interviews, die Anthony Robbins in seinem Buch „MONEY“ geführt hat. Falls ihr euch mehr dafür interessiert, dann würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, die Interviews selbst zu lesen. Dort erfahrt ihr beispielweise auch, wie Sir John Tempelton es geschafft hat, durch die Große Depression aus dem Nichts ein Vermögen aufzubauen.


Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal! :)

 

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