• David Werner

Börsenbrief von Florian Homm | Vorstellung

Aktualisiert: 25. Okt. 2020

Wahrscheinlich habe die meisten von euch Florian Homms Geburtstagsaktion mitbekommen: 50 Prozent auf die Investment Master Society und auf den Börsenbrief. Und auch ich habe bei dem Angebot zugeschlagen, denn den Börsenbrief wollte ich sowieso schon länger abonniere, um mir selbst ein Bild zu machen. Heute möchte ich euch zeigen, wie der Börsenbrief grundsätzlich aufgebaut ist. Wenn ihr wissen wollt, wie es konkret aussieht mit dem Börsenbrief zu arbeiten, dann kann ich euch dazu gerne in ein paar Monaten ein Update machen.


Der Börsenbrief

Florian Homm verfügt über 40 Jahre Investmenterfahrung, ist aber bis heute nicht ganz unumstritten. Sein Börsenbrief verfolgt die sog. „Total-Return-Strategie“, bei der man sowohl von steigenden als auch von sinkenden Kursen profitieren kann.


Preise

Insgesamt gibt es zwei Tarife:

Bei dem Basic-Tarif bekommt man den etwa 70-seitigen Börsenbrief monatlich am 10. als PDF-Version im Mitgliederbereich freigeschaltet. Eine Print-Version gibt es nicht. Zu den genauen Inhalten kommen wir gleich.


Beim Plus-Tarif bekommt man zusätzlich dazu noch Sonderanalysen und hat man dann Zugriff zu einem Forum, wo man sich mit anderen Börsenbrief-Lesern austauschen kann. Außerdem gibt es monatlich ein Webinar mit Florian Homm und man bekommt 30 Prozent Mitgliederrabatt auf anstehende Kurse und Events.


Die Tarife können entweder monatsweise, quartalsweise oder jährlich gebucht werden. Hier die verschiedenen Tarife im Überblick:


(Stand: 11.10.2020, Alle Angaben ohne Gewähr!)


Am günstigsten ist man mit dem Basic-Jahresabo dran. Hier zahlt man einmalig 579 Euro, das macht heruntergerechnet pro Monat knapp 48 Euro. Wenn man quartalsweise bezahlen möchte, dann macht das auf den Monat betrachtet knappe acht Euro mehr. Möchte man monatlich zahlen, dann kostet das genau soviel wie beim Premium-Jahresabo (heruntergerechnet auf die Monate).


Beim Plus-Tarif kostet das Jahresabo momentan 829 Euro, macht heruntergerechnet pro Monat 69 Euro. Quartalsweise zu bezahlen ist knappe 14 Euro teurer. Mit 99 Euro ist das Premium-Monatsabo am teuersten.


Die Monatspreise dienen nur dem Vergleich. Direkt am Anfang muss der komplette Betrag bezahlt werden. Das könnt ihr entweder mit Kreditkarte oder per Lastschrift machen.


Die Abos verlängern sich übrigens automatisch, falls man nicht rechtzeitig kündigt. Das Jahresabo muss zum Beispiel einen Monat vorher gekündigt werden.

Azubi,- Schüler,- und Studentenrabatt

Falls ihr Schüler, Student oder Azubi seid, dann bekommt ihr 35 Prozent Nachlass auf die Jahresabonnements. Dazu muss man dem Support einen Nachweis schicken und bekommt dann einen Rabattcode, den ihr beim Buchen einlösen könnt. Das Ganze kann man aber nur einmalig machen und es geht auch nur bevor ihr den Börsenbrief bucht! Die Anleitung dazu gibt es auf der Website von Florian Homm.


Inhalt

Nach der Buchung bekommt man dann Zugang zum Mitgliederbereich. Hier hat man Zugriff auf alle Börsenbriefe (außer November 2019) seit Start im November 2017. Außerdem gibt es hier Updates, also wenn zum Beispiel eine neue Position aufgenommen wurde oder verkauft wurde. Die Erklärung dazu gibt es dann normalerweise erst im Börsenbrief und den möchte ich euch jetzt vorstellen.


Grundsätzlich ist er eigentlich immer gleich aufgebaut. Am Anfang gibt es ein paar grundlegende Infos, die vor allem für neue Abonnenten interessant sein dürften.


Man bekommt zuerst einen kurzen Überblick über Florian Homms Leben und es gibt ein paar Buchempfehlungen. Im Endeffekt alle Bücher, die Florian Homm geschrieben hat. Zum Beispiel auch das Buch „Die Kunst des Leerverkaufs“. Dieses Buch habe ich selbst erst vor kurzem gelesen; die Buchvorstellung dazu kommt in ein paar Wochen. Also abonniert unbedingt den Kanal, um nichts zu verpassen.


Zurück zum Börsenbrief: Da geht es dann weiter mit dem richtigen Broker. Und hier sollte es ja mittlerweile auch kein Geheimnis mehr sein, dass Florian Homm vor allem „Cap Trader“ und „Interactive Brokers“ empfiehlt.


Marktumfeld

Der eigentliche Börsenbrief startet dann immer mit einer Analyse des Marktumfelds. Also im September wurde zum Beispiel die Geldpolitik und die steigende Inflation betrachtet. Jetzt im Oktober geht es zum Beispiel um die US-Wahl.


Thema des Monats

Danach folgt dann immer ein Thema des Monats. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier eben immer um verschiedene Themen: Zum Beispiel Corona oder Vermögensschutz. Im September ging es zum Beispiel um verschiedene Marktszenarien, die eintreten können: Stagflation, Japanische Sklerose (Deflation) oder dass es bei einer niedrigen Inflation bleibt. In der Oktober-Ausgabe geht es hauptsächlich um das Thema 3D-Druck.


Wer regelmäßig Florian Homms Videos schaut, dem werden einige Themen wahrscheinlich bekannt vorkommen. Im Börsenbrief wird dann aber konkreter darauf eingegangen, welche Anlageklassen profitieren.


Long/Short des Monats

In der Rubrik „Long des Monats“ gibt es dann konkrete Analysen. In der September-Ausgabe wurden zum Beispiel vier Unternehmen und zwei Rohstoffe analysiert, die sich lohnen könnten. Es kann natürlich auch vorkommen, dass einige Titel auch bereits wieder verkauft wurden, weil bis zum Veröffentlichen des Börsenbriefs der Stoppkurs erreicht wurde. Bei einigen Wertpapieren wird aber auch ohne Stoppkurs gearbeitet.


Neben dem Kaufkurs werden euch dann auch Infos wie das Kauflimit, eventuell der Stoppkurs und die Gewichtung angezeigt. Außerdem wird das Wertpapier analysiert, um dann am Ende die Chancen und Risiken zu erkennen.


Das gleiche gibt es dann noch für die Short-Seite. Hier wurden im September zwei Unternehmen vorgestellt. Wenn ein Wertpapier gekauft oder verkauft wird, der Stoppkurs angepasst wird oder es sonstige wichtige Infos gibt, dann seht das Ganze in der Update-Sektion der Website.


Watchlist

Zu den Long und Short Positionen gibt es auch jeweils eine Watchlist. Da sind dann insgesamt über 300 Titel aufgelistet. Das ist meiner Meinung nach vor allem dafür sinnvoll, um sein Depot mit der Watchlist abzugleichen. Denn es kann natürlich passieren, dass eine Position, bei der ihr Long seid, in dem Börsenbrief auf der Short-Watchlist steht und dann kann man eben analysieren, ob man sich von diesem Titel trennen möchte oder nicht.


Total-Return Portfolio

Danach sieht man eine Auflistung des gesamten Total-Return Portfolios. Neben allgemeinen Infos zu den Wertpapieren (wie Name, ISIN und Währung) wird noch der Einkaufspreis, die Stückzahl, der aktuelle Kurs, der Stoppkurs und der Anteil am Gesamtportfolio angezeigt. Und wahrscheinlich am interessantesten: Die Entwicklung seit dem Einkauf. Natürlich sind auch einige Positionen im Minus.

Im Oktober enthielt das Portfolio – wenn ich richtig gezählt habe – 33 Titel auf der Long-Seite und 13 auf der Short-Seite, insgesamt also 46. Und hier möchte ich euch mal ein Zitat aus Florian Homms Buch „Die Kunst des Leerverkaufs“ zeigen, wo es um den Aufbau eines Portfolios geht:


"Wir sind der Meinung, um wirklich erfolgreich Geld anzulegen, ist eine breite Streuung nicht sinnvoll. Wir bevorzugen ein konzentriertes Portfolio mit geringer Streuung, aber ausreichend diversifiziert, um massive Verluste zu vermeiden. Dies bedeutet, dass eine Position niemals größer als 20% sein sollte (und bei 20% sollte diese Position besser überragend sein) und nicht kleiner als 5%. Zwischen fünf und zwanzig Positionen sind erstrebenswert, je nach Qualität der einzelnen Investments. Sowohl bei Short- als auch Long-Positionen sollte jede Position ab 20% Kursverlust geschlossen werden (Stop Loss)."

Quelle: Die Kunst des Leerverkaufs | Florian Homm


Florian Homm weicht in dem Börsenbrief allerdings von dieser Strategie ab. Die Positionsgrößen liegen im Normalfall unter fünf Prozent, es gibt Positionen, die eigentlich schon hätten geschlossen werden müssen (da über 20% Verlust) und insgesamt sind natürlich eigentlich auch zu viele Titel im Portfolio.


Weitere Inhalte

Das nächste Kapitel ist dann ein Portfolio Review. Hier werden dann noch neue Entwicklungen zu den Kernpositionen kommentiert. Zum Beispiel wenn neue Quartalszahlen vorgestellt wurden.

Am Ende folgt noch das „Professional Trader Corner“, bei dem man die Möglichkeit hat, auch mit Put- und Call-Optionen zu handeln. Auch wird die Möglichkeit vorgestellt, über ETCs in Edelmetalle zu investieren. Außerdem gibt es ein Research Summary und ein Glossar.


Zwischenfazit

Wie gesagt kann ich euch noch nicht sagen, wie es ist mit dem Börsenbrief zu arbeiten. Aber ich möchte euch schon einmal ein kurzes Zwischenfazit geben.


Kommen wir erstmal zu den positiven Aspekten. Ihr bekommt einen wirklich guten Research und verschiedene Investmentideen. Außerdem kann man sich natürlich auch neues Wissen aneignen.


Was nur klar sein sollte: Mit einem kleinen Portfolio macht es eigentlich keinen Sinn, den Börsenbrief eins zu eins abzubilden. Denn da wären die Gebühren einfach viel zu hoch. Wenn ihr zum Beispiel mit 10.000 Euro handelt und die Position einen Prozent Gewichtung hat, dann macht das 100 Euro aus. Selbst wenn ihr mit Trade Republic handelt und dann insgesamt zwei Euro für Kauf und Verkauf zahlt, muss die Position alleine zwei Prozent steigen, damit ihr eure Kosten wieder drin habt.


Deshalb werden am Anfang des Börsenbriefs einige Kernpositionen genannt, auf die man sich konzentrieren kann. Aber gerade wenn man wenige Titel hat, ist es natürlich umso wichtiger, sich selbst zu informieren. Denn die Rendite des Total Return Portfolio aus dem Börsenbrief ist natürlich nur in der Summe positiv. Es kann natürlich auch passieren, dass man gerade die falschen Titel auswählt und so schnell in der Verlustzone landet. Also der Börsenbrief ersetzt meiner Meinung nach auf keinen Fall euren eigenen Research.


Natürlich sollte man auch die Kosten des Börsenbrief im Hinterkopf haben. Bei einem Portfolio von 10.000 Euro muss das Portfolio erst einmal um knapp sechs Prozent steigen, damit ihr die Kosten für das Basic-Jahresbo wieder drin habt. Ob ihr das von der Rendite abziehen wollt, bleibt natürlich euch überlassen.


Versteht mich nicht falsch. Das waren jetzt keine negativen Punkte, denn das sollte man sich schon im Vorhinein überlegen.


Was ich nur sehr schade finde, ist, dass die erreichte Gesamtrendite nicht wirklich transparent dargestellt wird. In den alten Ausgaben wurde diese noch immer mit dazu genannt, in den neueren Versionen aber nicht mehr. Und eigentlich wollte ich die Rendite nachrechnen, das ist aber gar nicht so einfach, denn die Angaben unterscheiden sich teilweise von Börsenbrief zu Börsenbrief. In manchen Ausgaben werden zum Beispiel keine Stückzahlen angegeben, bei manchen fehlt der Anteil am Gesamtportfolio, bei den älteren Versionen sind die Barmittel nicht angegeben und der Börsenbrief aus November 2019 fehlt komplett.


Es gibt zwar einen Performance Report, aber der ist für mich auch nicht wirklich aufschlussreich. Was auf jeden Fall ganz interessant ist: Es gibt immer Zeiten, in denen nicht so gut verdient wurde (zum Beispiel von März 2018 bis Juli 2018 und auch von Juli 2019 bis März 2020 wurden unterm Strich keine Gewinne verzeichnet) und in manchen Phasen wurde sehr gut verdient.


Leseprobe

Wie gesagt ist das bis jetzt nur mein Zwischenfazit. Wenn ihr euch selbst ein Bild von dem Börsenbrief machen wollt, dann könnt ihr beim Support auch eine Leseprobe anfordern. Die Anleitung dazu findet ihr auf der Website von Florian Homm.


Das wars mit der heutigen Ausgabe von Büchercheck. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!


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