• David Werner

Ikigai: Gesund und glücklich 100 werden

Aktualisiert: 12. Juli

Die japanische Inselgruppe Okinawa gilt weltweit zu der Region mit der höchsten Lebenserwartung und ist einer der Orte, wo pro Einwohner die meisten Hundertjährigen leben. Damit ist Okinawa einer der „Blue Zones“ (Blauen Zonen), in der die Menschen am längsten leben. Andere Orte lassen sich in Italien, Costa Rica, Griechenland und in Kalifornien finden. Aber woran liegt das? Warum leben die Menschen in Okinawa länger und sind scheinbar auch glücklicher? Genau das schauen wir uns mit der Zusammenfassung des Buches „Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden“ von Francesc Miralles Contijoch und Héctor García an.


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Ikigai finden

Während in unserer Welt immer alles schneller, besser und härter sein muss, hilft die Entdeckung des Ikigai dabei, langsamer zu werden und das Leben mehr zu genießen. Ikigai ist im Endeffekt der Lebenssinn – und wenn man den kennt, kann man auch länger leben.

In der japanischen Kultur hat die Suche nach Ikigai eine wichtige Bedeutung und gibt den Menschen einen Grund, morgens aufzustehen.


Dazu muss man sich 4 Fragen stellen:

  1. Was liebt man?

  2. In was ist man gut?

  3. Was braucht die Welt?

  4. Wofür kann man bezahlt werden?

Niemals in Rente gehen

Und wenn man seinen Lebenssinn kennt, braucht man gar nicht in Rente zu gehen. Das ist auch schon einer der Faktoren, warum die Menschen in Japan so lange leben – denn selbst wenn sie sehr alt sind, legen sie sich nicht einfach auf die faule Haut, sondern bleiben immer aktiv.


Während bei uns die Rente oft als das ultimative Ziel angesehen wird, in der man sich dann eine schöne Zeit machen kann, nachdem man sich Jahre lang durchs Arbeitsleben gekämpft hat, gibt es in Okinawa gar kein Wort für Ruhestand. Stattdessen füllen sie ihr Leben täglich mit Sinn und setzen sich nie zur Ruhe. Sie lernen jeden Tag weiter, verändern sich und wachsen.


Aktiv bleiben und sich bewegen

Um gesund und lange zu leben, sollte man sich also den ganzen Tag über immer wieder bewegen. Das muss jetzt gar nicht unbedingt Sport sein, sondern kann auch so etwas Einfaches wie Spazieren gehen, Gartenarbeit oder Karaoke singen sein. Aber auch Yoga, Qigong oder Tai Chi können dabei helfen, Körper und Geist fit zu halten.


Soziale Kontakte

Aktiv zu bleiben gilt aber auch vor allem für das soziales Leben. So ist den Menschen in Okinawa die Gemeinschaft sehr wichtig und sie pflegen ihre Freundschaften und das Familienleben sehr intensiv.


So treffen sie sich regelmäßig mit Freunden, um sich auszutauschen und Ratschläge zu geben. Diese Gruppe ist ihre Moai, in der sie die gleichen Interessen teilen und aufeinander Acht geben. Ursprünglich entstanden sind diese Gruppen, um Ressourcen zu bündeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Sie sorgen aber auch dafür, dass man sich gegenseitig finanziell hilft, wenn es bei jemandem nicht so gut läuft. Und dieses Gefühl der Zugehörigkeit, Unterstützung und gleichzeitig auch Sicherheit sorgen für eine höhere Lebenserwartung.


Es ist also wichtig, ein paar sehr gute Freunde zu haben. Hat man das nicht oder sind die Beziehungen nur oberflächig (wie bspw. auf Social-Media) kann das zu Einsamkeit führen und in der Folge auch Krankheiten oder Alkohol- und Drogenmissbrauch fördern.


Nicht zu viele Sorgen machen & fröhlich sein

Generell sollte man sich laut ihnen auch nicht zu viele Sorgen machen. Stattdessen sollte man versuchen zu entschleunigen, sich Zeit nehmen und erkennen, dass man nicht alles sofort im Griff haben muss. Denn Angst kann ziemlich schlecht für unsere Gesundheit sein.


Man sollte sich also darauf konzentrieren, das Leben zu genießen, anstatt darauf was alles schief gehen kann. Außerdem sollte man laut den Hundertjährigen aus Okinawa jedem Menschen freundlich und offen begegnen und mit allen Menschen um einen herum in Kontakt treten – auch mit Fremden.


Dankbarkeit, fröhlich zu sein und immer zu lächeln scheinen also weitere Erfolgsfaktoren für ein erfülltes und langes Leben zu sein. Dazu kann man bspw. anfangen, sich jeden Tag mehrere Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist.


Flow

Die Japaner sind außerdem für ihre Ausdauer, Hingabe und Liebe zum Detail bekannt. Wenn sie etwas machen, sind sie oft in einem Flow-Zustand, in dem sie so sehr in ihre Arbeit vertieft sind, dass sie alles andere um sie herum vergessen. Es gibt also keine Vergangenheit oder Zukunft – das einzige was zählt, ist das Hier und Jetzt. Man ist also in seinem Fluss.


Um das selbst auch zu erreichen, kann man versuchen, seine gesamte Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment zu richten. Multitasking sollte man vermeiden, denn in Wahrheit springen wir dabei nur zwischen den verschiedenen Arbeiten hin und her und machen sie nicht gleichzeitig – was dazu führt, dass man am Ende länger braucht und vielleicht sogar schlechtere Ergebnisse erzielt als wenn man die Aufgaben einzeln gemacht hätte.


Außerdem sollte man sich während dieser Zeit von Social-Media abkoppeln und einer der wichtigsten Tipps: Eine Aufgabe wählen, die genau den richtigen Schwierigkeitsgrad hat. Ist sie nämlich zu einfach, langweilt uns das schnell. Ist sie dahingegen zu schwierig, ist man schnell frustriert. Man sollte also etwas in der Mitte finden, was zwar einerseits unseren Fähigkeiten entspricht, aber eine Herausforderung darstellt.


Dazu schreiben die Autoren:

"The happiest people are not the ones who achieve the most. They are the ones who spend more time than others in a state of flow."

Flow ist dabei wie ein Muskel, den man trainieren kann. Wichtig ist dabei aber, ein klares Ziel zu haben, auf das man hinarbeitet.


Naturverbundenheit

Wichtig für die Menschen in Okinawa ist auch die Verbindung zur Natur. So haben bspw. die meisten von ihnen einen eigenen Gemüsegarten und Felder. Gartenarbeit gibt einem schon mal einen Grund, morgens aufzustehen.


Auch wenn vielleicht nicht jeder die Möglichkeit hat, einen eigenen Gemüsegarten zu haben, so gibt es auch andere Möglichkeiten, wie wir wieder mehr mit der Natur in Kontakt treten können, um dem hektischen Stadtleben zu entfliehen. Bspw. kann man sich eine Pflanze anschaffen, wandern gehen oder einfach mal den Sonnenaufgang beobachten.


Essgewohnheiten

Auch das Essen spielt eine wichtige Rolle. So gibt es bspw. die „Okinawa-Diät“, bei der man jeden Tag mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse isst. Aber – und das ist auch ein wesentlicher Bestandteil – eine große Variation isst.


Typisch sind zum Beispiel Tofu, Seetang, Paprika und grüner Tee. Zucker gibt es nur selten und wenn dann Rohrzucker. Außerdem essen sie viel weniger Salz als im restlichen Japan.


Hara Hachi Bu

Wichtig ist auch das sogenannte "Hara Hachi Bu". Hinter dieser konfuzianischen Regel steckt, dass man nur so viel isst, bis der Magen zu 80 Prozent gefüllt ist. Anders als in vielen anderen Teilen der Erde isst man also nicht solange bis man voll ist, sondern man isst viel achtsamer.


Damit kommen die Menschen in Okinawa auf eine tägliche Kalorienzufuhr von 1.785 Kalorien – verglichen zu mehr als 2.068 Kalorien im restlichen Japan.


Auch wir können das ganz einfach in der Praxis umsetzen, indem wir zum Beispiel langsamer essen und uns wirklich auf das Essen konzentrieren und dabei nicht noch am Handy sind. Ein weiterer Tipp ist, das Essen auf kleinere Teller aufzuteilen. Dadurch denkt das Gehirn nämlich, dass wir mehr gegessen haben.



Fazit

Auch wenn diese ganzen Faktoren wie eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf und die richtige Ernährung Faktoren sind, die für ein langes und gesundes Leben sorgen können, gibt es doch einen entscheidenden Faktor, der das Leben der Menschen in Okinawa zu prägen scheint: Denn sie kennen ihr Ikigai – also den Lebenssinn – und haben damit einen Grund jeden Tag aufzustehen.

 

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