• David Werner

Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferriss | Zusammenfassung

Aktualisiert: 1. Juli

Stress, 80-Stunden Wochen und Burnout. Das sind nur einige Auswirkungen unserer modernen Gesellschaft. Was aber, wenn man weniger arbeiten könnte, dafür aber mehr Zeit und Geld hätte? Wie es gehen soll, zeigt Timothy Ferriss in seinem Buch „Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“.

Und ja ihr habt richtig gelesen: Es geht darum, nur 4 Stunden pro Woche zu arbeiten - nicht pro Tag.

 

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Noch kurz vorab als Bemerkung: In dem Buch wird die Subkultur der sog. „Neuen Reichen“ beschrieben. Dabei geht es darum, bereits im Hier und Jetzt ein luxuriöses Leben zu haben, statt auf die Rente zu warten. Dafür setzen sie ihre eigene Währung ein: Zeit und Mobilität. Es geht also gar nicht darum, schnell reich zu werden, indem man eine Firma aufbaut und dann verkauft (wie z.B. in dem Buch "The Millionaire Fastlane"), sondern zu schauen, wie man Zeit und Mobilität besser einsetzen kann – auch als Angestellter. Ob und wie das funktionieren kann, schauen wir uns jetzt mit 10 Tipps aus dem Buch an.


1. Sich der Angst stellen

Beim ersten Punkt geht es darum, seine Ängste zu überwinden. Die meisten Menschen sind lieber unglücklich als Unsicherheiten zu riskieren. Zuerst einmal sollte man seine Angst definieren und ich fragen: Was wäre denn das schlimmste und was das beste Szenario, das eintreten kann? Oft erkennt man dann, dass das Risiko eigentlich gar nicht so groß ist wie anfangs angenommen und man eigentlich nur Angst vor der Angst hat und deshalb Dinge aufschiebt. Außerdem treten unsere schlimmsten Befürchtungen im Normalfall auch gar nicht ein. Man sollte also seine Komfortzone verlassen und ins Handeln kommen.


2. Unrealistische Ziele setzen

Sollte man sich lieber realistische oder unrealistische Ziele setzen? Hier ist Tim Ferriss Antwort ganz klar: Lieber unvernünftige und unrealistische Ziele setzen, denn die seien leichter zu erreichen, weil es weniger Wettbewerb gibt. Die meisten Menschen setzen sich nämlich eher realistische Ziele, was aber dazu führt, dass es auf diesem Gebiet viel mehr Wettbewerb gibt.

Hier sollte man auch genau definieren, was man denn eigentlich erreichen möchte. Ein Ziel wie „Ich will viel Geld haben, um machen zu können was ich will“ ist viel zu unspezifisch, denn was heißt schon viel Geld und was will man denn dann genau mit der gewonnenen Zeit machen?



3. Effektiv vs. Effizient

Im nächsten Punkt geht es darum, effektiv zu arbeiten statt effizient. Effektivität bedeutet, Dinge zu tun, die uns näher an unsere Ziele bringen. Effizient bedeutet, dass man Dinge so ökonomisch wie möglich macht – egal ob sie wirklich wichtig sind oder nicht.

Nehmen wir als Beispiel mal einen Staubsaugervertreter: Der kann bestimmt an der Haustür ein Produkt verkaufen ohne dafür Zeit zu verschwenden. Er arbeitet also sehr effizient, aber ist das auch effektiv? Nein, sagt Tim Ferriss, denn der Vertreter könnte mehr verkaufen, wenn er ein anderes Medium wie z.B. E-Mail benutzen würde.


Es ist also viel wichtiger darauf zu achten, was man tut, als wie man es tut. Denn etwas unwichtiges wird auch nicht dadurch wichtig, dass man es gut macht – so Tim Ferrriss. Und nur weil eine Tätigkeit lange dauert, heißt das auch noch nicht, dass sie wichtig ist.


Vielleicht kennt ihr in diesem Zusammenhang ja auch schon das Pareto-Prinzip, wonach 20 % des Inputs für 80 % des Outputs sorgen. Also beispielsweise dass 20 % der Zeit für 80 % der Resultate sorgt. Oder wenn man es umdreht, ist 80 % unserer Zeit für nur 20 % der Ergebnisse verantwortlich.

Das kann man auf relativ viele Lebenslagen anwenden. Also beispielsweise auch, dass 20 % der Kunden für 80 % der Gewinne sorgen.


Man sollte also analysieren, was einen eigentlich voran bringt und was nicht. Und das kann man dann eliminieren, um mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu haben. Also keine „Arbeit um der Arbeit willen“, sondern smart statt hart arbeiten.


4. Das Parkinson’sche Gesetz

In diesem Zusammenhang ist auch das Parkinson’sche Gesetz wichtig. Das sagt einfach aus, dass wir für eine Aufgabe immer so lange brauchen wie wir auch Zeit dafür haben. Hat man beispielsweise nur 24 Stunden für eine Abgabe, dann wird man das ziemlich wahrscheinlich auch in dieser kurzen Zeit schaffen. Hat man dahingegen eine Woche Zeit, wird man im Normalfall auch die ganze Woche daran arbeiten.

Um produktiver zu werden, sollten wir also die Aufgaben auf das Wesentliche konzentrieren, um mehr Zeit zu haben (Pareto-Prinzip) oder wir können es auch einfach andersherum machen: Also die Arbeitszeit verkürzen, damit die Aufgabe auf das Wesentliche beschränkt wird (Parkinson’sche Gesetz).


5. Informationsdiät

Um mehr Zeit zur Verfügung zu haben, kann man sich auch einer Informationsdiät verschreiben. Tim Ferriss schlägt dazu „selektive Ignoranz“ vor. Das bedeutet, dass man Unterbrechungen und Informationen weiterleitet oder ignoriert, wenn sie in eine der drei Kategorien fallen:

1. Sie sind irrelevant

2. Sie sind unwichtig

3. Man kann damit nichts anfangen


Was bedeutet das konkret? Keine Nachrichten (weder Fernsehen, Zeitschriften oder Radio) und kein Surfen im Internet. Das kann man auch auf E-Mails anwenden, indem man solche Routinearbeit immer gesammelt erledigt. Also Mails oder WhatsApp-Nachrichten beispielsweise nur zweimal pro Tag beantwortet.


6. Outsourcing: Virtuelle Assistenten

Immer noch nicht genug Zeit zur Verfügung? Dann kann es laut Tim Ferriss helfen, sein Leben out zu sourcen. Und zwar indem man sich einen virtuellen Assistenten besorgt, der sich um alles kümmert. Keine Lust ein Geschenk für die Freundin zu besorgen? Der virtuelle Assistent übernimmt. Oder müsst ihr etwas für die Uni recherchieren? Auch das kann der virtuelle Assistent machen.


7. Muse finden

Kommen wir jetzt zum Knackpunkt des Buches und der Frage, wie man tatsächlich sein Einkommen von der eingesetzten Zeit entkoppeln kann. Ferriss wählt da folgenden Weg: Es geht ihm nicht darum sein eigenes Unternehmen zu führen, sondern darum, ein Unternehmen zu besitzen, sodass man keine Zeit mehr dafür aufwenden muss. Was braucht man dazu? Laut Ferrriss braucht man dazu ein Produkt, denn Dienstleistungen erfordern im Normalfall, dass man für den Kunden auch da ist. Aber genau das will man ja mit einer 4-Stunden-Woche verhindern.


Das Ziel ist also ein automatisiertes Unternehmen, das Einkommen abwirft. Dazu müssen aber auch die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden und zwar durch kluges Testen, eine gute Positionierung und einen sehr guten Vertrieb. Am besten ist man auch in einer profitablen Nische tätig.

Beispiele sind Informationsprodukte wie ein Online-Kurs oder Dropshipping. Sprich: Der Kunde kauft bei uns ein, allerdings verschicken wir die Ware nicht selbst, sondern lassen das den Hersteller oder eine Fulfillment-Firma machen, sodass der Großteil automatisch abläuft bzw. wir nicht mehr wirklich in den Prozess eingebunden sind. Alles andere wird outgesourct. Dann sollte man genug Zeit haben, um um die Welt zu jetten.


8. Telearbeit

Was aber, wenn man gar kein Unternehmen gründen will? Dazu schlägt Tim Ferriss vor, mit dem Arbeitgeber eine Telearbeitsvereinbarung zu treffen, damit man theoretisch jederzeit von überall aus arbeiten kann. Damit könnte man dann beispielweise reisen und arbeiten miteinander verbinden. Dadurch, dass die Überwachung durch den Arbeitgeber größtenteils wegfällt, schlägt Ferriss vor, die Produktivität zu erhöhen, damit man seine Aufgaben schneller erledigt bekommt und nicht an die normalen Arbeitszeiten gebunden ist. Außer der Arbeitgeber erwartet natürlich, dass man jederzeit per Teams und Co. erreichbar ist.


9. Mini-Ruhestand

Generell rät Ferriss auch dazu, immer mal wieder einen Mini-Ruhestand einzulegen. Denn um wirklich abzuschalten braucht man laut dem Autor mindestens zwei Monate. Sein Vorschlag also: Die Rentenzeit aufteilen und einfach jetzt immer mal wieder eine kurze Rente einlegen, indem man beispielsweise reist. Und das sei auch gar nicht so teuer wie viele immer denken – je nach Ansprüchen natürlich. Gerade die Lebenshaltungskosten sind in vielen Ländern niedriger. Also warum nicht einfach dort für ein paar Monate leben und damit vielleicht sogar Geld sparen?


10. Postpartale Depression

Wenn man das alles jetzt erreicht hat, worüber wir gerade gesprochen haben, kann es allerdings auch schnell passieren, dass man aufgrund der vielen freien Zeit erst einmal in Depressionen verfällt, weil man nichts mehr mit seinem Leben anzufangen weiß. Auch soziale Isolation kann in dieser Hinsicht eine große Rolle spielen. Das Ziel sollte es also auch gar nicht sein, nichts mehr zu tun, sondern etwas zu tun, das einen erfüllt oder Spaß macht, indem man Lernen und Dienen miteinander verbindet.

Also: Alles kann, nichts muss.


Fazit

Kommen wir noch kurz zu meinem persönlichen Fazit: Und ich muss schon sagen, dass Timothy Ferriss einige nützliche Zeitmanagement-Tipps auf den Weg gibt und zeigt, wie theoretisch eine 4 Stunden Woche aussehen könnte.

Allerdings gibt es meiner Meinung nach auch ein paar Knackpunkte: Denn was macht denn beispielsweise jemand, der kein Unternehmer werden möchte, aber gleichzeitig auch nicht im Home-Office arbeiten kann, weil man bspw. in der Produktion arbeitet?

Auch bleibt die Frage offen, ob Outsourcing das Problem nicht einfach nur verlagert.


Aber ihr könnt euch ja gerne selbst eine Meinung bilden, indem ihr das Buch selbst lest :)

 

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