• David Werner

Warum die Reichen immer reicher werden von Robert T. Kiyosaki

Warum die Reichen immer reicher werden von Robert T. Kiyosaki (*) ist eine Fortsetzung von Robert Kiyosakis Bestseller „Rich Dad Poor Dad (*)“, zu dem ihr übrigens auch schon eine Vorstellung auf diesem Blog findet.


Oft liest man ja Zahlen wie dass einem Prozent der Deutschen rund 35 % des Gesamtvermögens gehört. Oder auch: 10 % der Erwachsenen haben rund 67 % des Vermögens.[1] Aber woran liegt das und warum werden die Reichen immer reicher? Genau das versucht Robert Kiyosaki in seinem Buch "Warum die Reichen immer reicher werden" zu beantworten.

 

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Cashflow

Vermögenswerte vs. Verbindlichkeiten

Das grundsätzliche Problem: Viele Menschen kennen den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nicht. Deshalb halten sie dann ihr Auto oder ihr Eigenheim für einen Vermögenswert – obwohl das eigentlich eine Verbindlichkeit ist.


Verbindlichkeiten sind im Endeffekt alles Dinge, die einem Geld aus der Tasche ziehen und Vermögenswerte bringen einem Geld ein. Eine vermietete Immobilie ist also sehr wohl ein Vermögenswert und keine Verbindlichkeit – im Gegensatz zum Eigenheim.

Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten nach Robert Kiyosaki

Cashflow normaler vs. reicher Menschen

Während die meisten Menschen ihre Ausgaben von den Einnahmen decken und kaum Vermögenswerte, aber oft viele Verbindlichkeiten wie das Eigenheim, ein Auto oder Kreditkarte haben, ist der Cashflow bei reichen Menschen anders. Denn sie arbeiten nicht für ihr Geld, sondern für Vermögenswerte und nutzen sowohl Steuererleichterungen und auch Schulden, um ein Vermögen aufzubauen.

Cashflow normaler Menschen nach Robert Kiyosaki
Cashflow normaler Menschen
Cashflow reicher Menschen nach Robert Kiyosaki
Cashflow reicher Menschen

Nehmen wir als Beispiel eine vermietete Immobilie. Um so eine Immobilie zu kaufen, würden viele wahrscheinlich einiges an Eigenkapital mitbringen und sich den Rest von der Bank leihen. Laut Robert Kiyosaki ist das aber kein guter Weg. Denn das Eigenkapital wurde im Normalfall ja schon besteuert – bspw. durch die Einkommenssteuer. Bei Schulden ist das aber anders. Denn die sind steuerfrei und deshalb sollte man laut Kiyosaki eher möglichst wenig Eigenkapital einbringen, um die Steuerlast zu drücken.

Cashflow-Quadrant

Wenn man Immobilien vermietet, gehört man zu den professionellen Investoren. Das ist eine von vier Kategorien in Kiyosakis Cashflow-Quadrant. Dort gibt es außerdem noch

  1. Employees: Angestellte

  2. Self-employed: Selbstständige (Ärzte, Anwälte,...)

  3. Business Owner: Unternehmer (> 500 Mitarbeiter)

  4. Professionelle Investoren

Wobei Kiyosaki in die letzte Kategorie passive Kleinanleger mit ETF-Sparplänen ausdrücklich nicht dazu zählt.

Cashflow Quadrant nach Robert Kiyosaki deutsch

Reich werden

Um reich zu werden, sollte man von der linken Seite – also vom Angestellten bzw. Selbstständigen – auf die rechte Seite der Unternehmer und Investoren wechseln. Denn die haben auch die niedrigsten Steuersätze.



Unterschiedliche Steuersätze

Cashflow Quadrant nach Robert Kiyosaki deutsch unterschiedliche Steuersätze

Während Angestellte 40 % zahlen, haben Selbstständige mit 60 % die höchste Steuerlast. Unternehmer kommen mit 20 % noch ganz gut weg, aber am besten hat man es als Investor. Denn da liegt die Steuerlast bei null.


Das liegt daran, weil der Staat viele Aktivitäten von Unternehmern und Investoren mit Steuervergünstigen belohnt, weil sie produzieren und die Konjunktur ankurbeln und damit den Staat bei seinen Aufgaben unterstützen.


Millionär von nebenan

Der normale Grundsatz heißt ja aber oft, man solle zur Schule gehen, eine gute Ausbildung machen und dann als Angestellter Karriere machen. Und das übrige Geld wird gespart oder an der Börse z.B. in einen ETF investiert. Und natürlich darf auch nicht das Eigenheim fehlen.


Sparer sind die Dummen

Um wirklich reich zu werden, ist dieser „Millionär von nebenan“ laut Kiyosaki aber kein guter Weg mehr. Sparer sind für ihn vor allem in Zeiten von Negativzinsen und Inflation die Dummen. Das Problem ist auch, dass es keine Goldbindung des Dollars mehr gibt, womit unendlich Geld gedruckt und in den Markt gepumpt wird. Durch die Aufhebung des Goldstandards wurde der Dollar zu einer Verbindlichkeit – also einem Schuldschein.


Auch kann man sich nicht darauf verlassen, nach dem Studium einen gut bezahlten Job zu bekommen – vor allem, da auch Roboter in der Zukunft immer mehr Aufgaben übernehmen werden.


ETF-Sparen

Und auch das ETF-Sparen bringt laut Kiyosaki Probleme mit sich: Zum einen kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Märkte auch in der Zukunft weiter so steil nach oben gehen werden und man muss das ganze auch noch versteuern.


Die Alternative

Besser ist es da, selbst Wert in den Markt bringen – bspw. indem man Produktionsmittel zur Verfügung stellt. Dadurch kann man massiv Steuern sparen und kann das Geld auch intelligent durch Schulden finanzieren, sodass man entweder keines oder nur wenig Eigenkapital aufbringen muss.

Wobei das natürlich aber ein gefährliches Spiel ist, weil Schulden einen auch bettelarm machen können. Es geht hier also keinesfalls darum, dumme bzw. schlechte Schulden wie Konsumschulden zu machen. Sondern was Kiyosaki in seinem Buch vor allem anspricht, ist Immobilien günstig und fremdfinanziert zu kaufen und die Mieter den Kredit abzahlen zu lassen.


Gute vs. schlechte Schulden

Gute vs. schlechte Schulden wie Konsumschulden nach Robert Kiyosaki

Während gute Schulden von anderen zurückgezahlt werden, muss man schlechte Schulden selbst zurückzahlen. Viele Menschen sind aber finanzielle Analphabeten, sodass sie gar nicht die Möglichkeiten sehen, die ihnen offen stehen.

Verschiedene Einkommensarten

Dabei gibt es drei bzw. vier Arten von Einkommen:

Einkommensarten nach Robert Kiyosaki

1. Ordentliches Einkommen: Gehalt als Angestellter

2. Portfolio-Einkommen: Einkommen aus einem Wertpapierdepot

3. Passives Einkommen: Kapitalflüsse aus einer Anlage (wie Miteinnahmen)

4. Phantomeinkommen: Das eigentliche Einkommen der Reichen



Phantomeinkommen

Nehmen wir dazu mal ein Beispiel:

Ihr kauft eine Immobilie, die 100.000 Dollar kostet und bei der ihr 20 % Eigenkapital braucht. Zahlt ihr aber 40 % Steuer, braucht ihr eigentlich nicht 20.000 Dollar, sondern 35.000 Dollar an ordentlichem Einkommen, wovon dann eben 15.000 Dollar an den Staat gehen.

Verwendet ihr dafür aber fremdes Geld, spart ihr euch so gesehen die 15.000 Dollar – und genau das ist das sog. Phantomeinkommen, weil Schulden steuerfrei sind.


Man spart sich also den Aufwand an Zeit und Geld, indem man sich Geld „mietet“, anstatt dafür zu arbeiten, Steuern darauf zu zahlen und zu sparen.


Auch Abschreibungen zählen zum Phantomeinkommen. Und auch deshalb sind passive Investoren laut Kiyosaki hier im Nachteil, weil sie über kein Phantomeinkommen verfügen.

Der Weg zum Unternehmer bzw. Investor

Direkt vom Angestellten auf die andere Seite zu wechseln ist aber relativ schwierig. Stattdessen versuchen sich die meisten erst als Selbstständige und wechseln dann von da zum Unternehmertum und werden zu professionellen Investoren.


Jede Phase erfordert unterschiedliche Fähigkeiten. Gerade die Phase der Selbstständigkeit wird auf keinen Fall leicht und man darf dabei auch keine Angst vor Fehlern haben. Denn die gehören zum Prozess dazu und sorgen dafür, dass man dazu lernt. Denn durch Praxis lernt man immer noch am meisten.


Hat man es aber einmal auf die andere Seite geschafft, kann man sein Wissen an andere weitergeben und wird auf dem Weg dahin auch wichtige Fähigkeiten wie das Verkaufen gelernt haben. Außerdem braucht man keine Angst mehr vor einem Crash haben, sondern kann davon profitieren. Denn Krise kann auch geil sein – oder so.


Fazit

Wenn ihr bereits "Rich Dad Poor Dad" kennt, habt ihr sicherlich an der einen oder anderen Stelle gemerkt, dass sich die Konzepte doch ziemlich wiederholen. Und auch das Buch selbst wiederholt sich teilweise ziemlich stark. So erzählt Kiyosaki teilweise die gleiche Geschichte zwei oder drei Mal und auch die Grafik vom Dow Jones wiederholt sich immer mal wieder, um zu zeigen, dass die Party jetzt vorbei ist.


Auch wenn man das Buch damit sicherlich ziemlich stark komprimieren könnte, geht es ja darum was ihr damit macht. Und hier würde ich auf jeden Fall sagen, dass man trotzdem viel Neues dazu lernen kann und durch das Buch eine andere Sichtweise auf Steuern und Schulden bekommt.


[1]https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/vermoegensverteilung-studie-reichste-zehn-prozent-besitzen-gut-zwei-drittel-des-vermoegens/26006588.html (Letzter Aufruf: 11.08.2022)


 

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